Integration dank Willkommenskultur und Ehrenamt

Besuch in der Gemeinschaftsunterkunft Mölln

Die Unterbringung geflüchteter Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg stellt die Kommunen weiterhin vor vielfältige Herausforderungen. Um sich ein Bild von der Situation in Mölln zu verschaffen, besuchte der Landtagsabgeordnete Oliver Brandt (Bündnis 90/Die Grünen) am 17. Juni die dortige Gemeinschaftsunterkunft.

Die Einrichtung befindet sich in Trägerschaft des Diakonischen Werks Herzogtum Lauenburg. Geschäftsführer Dr. Ulf Kassebaum sowie Carina Treloar vom Team der Sozialpädagogischen Betreuung der Gemeinschaftsunterkunft begrüßten Oliver Brandt sowie Möllns Bürgermeister Ingo Schäper und Axel Adam vom Fachdienst Sozialhilfe/Grundsicherung, aber auch Mechthild Rosker und Sabine Tetzlaff, die als Ehrenamtliche die Arbeit mit den Geflüchteten unterstützen.

Die Gemeinschaftsunterkunft hat Kapazitäten für bis zu 150 Menschen. Aktuell ist die Einrichtung nicht voll belegt. Weil jedoch die Verweildauer dynamisch ist und sich Aufnahmen oft ohne zeitlichen Vorlauf ergeben, ändert sich die Zahl der Untergebrachten mitunter täglich. Die Einrichtung selbst, aber auch die Stadt Mölln, räumt der Unterbringung von Familien und Alleinerziehenden mit Kindern Priorität ein.

Unterstützt wird das Leitungspersonal von vier Sprachmittler*innen, die zwei bis drei Sprachen sprechen. Deren Übersetzungsarbeit ist gerade bei Behördengängen oder Arztbesuchen gefragt. Das Angebot in der Gemeinschaftsunterkunft umfasst zudem diverse Beratungsangebote, die Orientierungshilfe leisten.

Carina Treloar betonte außerdem die Bedeutung des Engagements vieler ehrenamtlicher Möllnerinnen und Möllner. Einmal im Monat laden sie zum Beispiel zum Café International in der Gemeinschaftsunterkunft ein oder organisieren eine Hausaufgabenhilfe.

Für Oliver Brandt ist gerade dieser Aspekt Ausdruck der Willkommenskultur in Mölln. Für ihn stand nach dem Austausch mit den Verantwortlichen fest: „Integration kann nur gelingen, wenn die Menschen, die zu uns gekommen sind, am Leben teilhaben können. Dafür sind Sprachkenntnisse eine entscheidende Voraussetzung. Hier in Mölln wird tolle Arbeit geleistet, damit Geflüchteten das Ankommen und das Einleben in Deutschland leichter fällt.“



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