Anlässlich der Vorstellung des DB-Fahrplans 2027 erklären Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und grüner Bundestagsabgeordneter für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Segeberg und Lübeck und Oliver Brandt, Grüner Landtagsabgeordneter für das Herzogtum Lauenburg:
Die Reduzierung der ICE-Halte in Büchen auf der Strecke Hamburg – Berlin ist für uns nicht hinnehmbar. Mit der geplanten Ausdünnung des DB-Fernverkehrsangebots wird eine ganze Region getroffen, denn in Büchen steigen nicht nur Fahrgäste aus dem Herzogtum Lauenburg in den Fernverkehr ein oder um, sondern unter anderem auch zahlreiche Reisende aus Lübeck oder Lüneburg.
Es ist ein fatales Signal, wenn in Zeiten steigender Kraftstoffpreise und einer dringend benötigten Verkehrswende das Fahren mit Bahn als umwelt- und klimafreundlichsten Verkehrsträger unattraktiver gemacht wird.
Wiederholt standen wir mit den Verantwortlichen der Bahn bezüglich des Halts in Büchen im Austausch. Die jüngste Entscheidung können wir nicht nachvollziehen.
Wir fordern die Deutsche Bahn auf, die Fahrplangestaltung zu überdenken und die bisherige gute Anbindung von Büchen als wichtiger Drehscheibe für Pendlerinnen und Pendler der Region an das ICE-Netz beizubehalten.
Hintergrund:
Mit dem Fahrplanwechsel zum 13. Dezember 2026 werden künftig nur noch fünf ICEs von Hamburg nach Berlin bzw. vier ICEs von Berlin nach Hamburg in Büchen halten. Derzeit ist Büchen mit einer zweistündigen Verbindung zwischen 6 und 22 Uhr an die Hauptstadt angebunden. Ab 13. Dezember 2026 fährt die letzte Verbindung von Berlin nach Büchen um 19:09 Uhr.
