Landtagsabgeordnete besuchen ambulanten Hospizdienst in Mölln – Bedarf an Förderung für Trauerarbeit wächst

Oliver Brandt (MdL), Mechthild Rosker, Uta Röpcke (MdL) und Ulf Thießen
Oliver Brandt (MdL), Mechthild Rosker, Uta Röpcke (MdL) und Ulf Thießen

Anlässlich des Kinderhospiztages (10. Februar) besuchten die Landtagsabgeordneten Uta Röpcke und Oliver Brandt (Bündnis 90/Die Grünen) am 21.03.2025 das „Haus Lebens-Licht“ in Mölln. Begleitet wurden sie von Möllns Bürgermeister Ingo Schäper und der Grünen Stadtvertreterin Mechthild Rosker. Vor Ort begrüßte sie Ulf Thießen, der Vorsitzende der Hospizgruppe Ratzeburg, Mölln und Umgebung e.V.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen die aktuelle Situation und die Herausforderungen der Hospizarbeit in der Region. Seit Januar 2025 beschäftigt die Hospizgruppe erstmals eine hauptamtliche Koordinatorin, um den steigenden Bedarf an Sterbebegleitung und Trauerarbeit, seit zwei Jahren auch für Kinder und Jugendliche, besser zu decken. Doch trotz des Engagements der rund 30 aktiven geschulten Ehrenamtlichen bleibt die Nachfrage höher als das aktuelle Angebot leisten kann.

„Im Kreis gibt es nur zwei Hospizdienste. Von geschätzt 1.100 palliativ Sterbenden jährlich können in Mölln nur rund 30 begleitet werden,“ berichtete Thießen den Gästen. Bürgermeister Schäper lobte die qualifizierte und einfühlsame Arbeit der Ehrenamtlichen und fragte: „Was würde sein, wenn es dieses großartige Engagement in Mölln nicht gäbe?“ In diesem Jahr wird die Hospizgruppe ihr 30-jähriges Bestehen feiern – ein Jubiläum, das die Bedeutung dieser wertvollen Arbeit unterstreicht.

Diese Wertschätzung wünscht sich Thießen auch in Form von besseren Fördermöglichkeiten und einfacheren Finanzierungswegen, um die Hospizarbeit nachhaltig zu sichern und auszubauen. „Unsere Trauerarbeit sowie die Aus- und Weiterbildung, Supervisionen unserer ehrenamtlichen Begleiter*innen finanzieren wir ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden, aus Nachlässen und Zuwendungen.“

Uta Röpcke: „Ich bin beeindruckt von dem Engagement der ehrenamtlichen Hospizarbeit sowohl im Herzogtum Lauenburg als auch im Nachbarkreis Stormarn, über die ich mich in den letzten Wochen informieren konnte. Sie haben meine volle Unterstützung!“

Oliver Brandt ergänzt: „Die Arbeit der Hospizgruppe in Ratzeburg und Mölln unterstützt Menschen in einer sehr schwierigen Lebensphase, seien es Betroffene oder Angehörige. Daher ist diese ehrenamtliche Arbeit so wertvoll und unterstützenswert.“

Ein weiteres zentrales Anliegen der Hospizgruppe ist die räumliche Erweiterung. Aktuell stehen im ehemaligen Kirchentrakt 75 Quadratmeter in drei Räumen zur Verfügung – zu wenig für den Ausbau der dringend benötigten Angebote. Thießen äußerte den Wunsch, zusätzliche Räume im Gebäude zu übernehmen, was auch der Einzel- und Gruppenarbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen zugutekäme. „Kinder trauern anders. Sie nehmen oft tröstende Rollen ein und zeigen ihre eigene Trauer nicht so offensichtlich“, erläuterte Thießen.

Zuletzt wurden in Mölln Gruppen von zwei bis acht Kindern im Alter von elf bis 14 Jahren betreut. Derzeit pausiert das Jugendgruppenangebot, doch Einzelanfragen werden weiterhin berücksichtigt. Nach den Sommerferien plant das Hospiz den Neustart einer Kinder- und Jugendgruppe. Interessierte Familien sowie potenzielle Ehrenamtliche können sich bei Ulf Thießen melden.

Pressekontakte

Regionalbüro Uta Röpcke (MdL)            Hospizgruppe Ratzeburg, Mölln und Umgebung e.V.
Nikolai Kreinhöfer                                 Ulf Thießen (Vorsitzender)
Südring 50b, 21465 Wentorf                 Hempschört 34, 23879 Mölln