Steigende Herausforderungen trotz robuster Wirtschaft in Schleswig-Holstein

Am 12.05.2026 gab das Finanzministerium die regionalen Auswirkungen der Steuerschätzung bekannt. Dazu sagt der haushaltspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Brandt:

Die aktuelle Steuerschätzung zeigt für Schleswig-Holstein ein paradoxes Bild: Obwohl unsere Wirtschaft in Schleswig-Holstein robust dasteht, sinken die Einnahmen des Landes aufgrund deutlich geringerer Ausgleichzahlungen vom Bund. Dies liegt an der konjunkturellen Schwäche im übrigen Bundesgebiet und am Mechanismus des Finanzkraftausgleichs unter den Ländern. Diesen Mechanismus akzeptieren wir als langjährig bewährtes Instrument zum Ausgleich der Lebensverhältnisse in Deutschland, während Bayern und Hessen dagegen klagen.

Mit dieser Steuerschätzung erhöhen sich die Handlungsbedarfe für die Haushaltsplanung 2027 um weitere 147 Millionen Euro. Vor uns liegen enorm herausfordernde Beratungen, die große Anstrengungen bei der Haushaltsaufstellung erfordern.

Auch unsere Kommunen trifft die rückläufige Entwicklung, trotz steigender Gewerbesteuereinnahmen. Hier erwarte ich deutlich mehr Engagement von der Bundesregierung zur Stabilisierung der kommunalen Haushalte.


Presseinformation des Finanzministeriums SH zur Mai-Steuerschätzung vom 12.05.2026.