Der Einladung zur Erkundung des Naturschutzgebiets (NSG) Besenhorster Sandberge folgten am 22. August mehr als 40 Naturinteressierte. Daran nahm auch meine Kollegin aus der Hamburgischen Bürgerschaft, Jenny Jasberg, teil. Die Besenhorster Sandberge gehören zum Stadtgebiet von Geesthacht im südlichen Herzogtum Lauenburg. Angrenzend dazu befindet sich das zu Hamburg zählende NSG Borghorster Wiesen.
Dr. Friedhelm Ringe vom NABU Geesthacht erläuterte die Besonderheiten dieser einzigartigen Landschaft. Weitere Aktive des NABU unterstützten ihn dabei. So ging Heike Kramer, die Vorsitzende des NABU Geesthacht, auf die Entwicklung des Areals hin zum Naturschutzgebiet ein. Dieser Status wurde 1993 verliehen; sieben Jahre zuvor hatte die Stadt Geesthacht die Fläche kaufen können.


Die Besonderheiten der Pflanzenwelt hängen eng zusammen mit der geologischen Geschichte. Mit der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren führte das Schmelzwasser ungeheure Mengen an Sand mit sich, woraus im Laufe der Zeit Dünen vom Wind aufgeworfen wurden. Dies ließ magere Sandböden entstehen, die von Wildgräsern bevorzugt werden. Gleichzeitig macht sich die Tide der Elbe bemerkbar, weshalb an feuchte Standorte angepasste Pflanzen wie die Brenndolde ebenfalls aufzufinden sind. Viele der in den Besenhorster Sandbergen nachgewiesenen Pflanzen gelten inzwischen als selten oder gar bedroht, wie Dr. Ringe betonte.

Mein Fazit nach dieser spannenden und informativen Exkursion:
Wir haben es mit einem faszinierenden, aber sehr empfindlichen Ökosystem zu tun. Die Auswirkungen des Klimawandels wie in diesem Hitzesommer zeigen unmissverständlich, wie empfindlich die Natur auf kleinste Veränderungen reagiert. Wir müssen uns weiter dafür stark machen, geschützte Flächen zu erhalten.

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