Naturschutzgebiet „Pantener Moorweiher“ wird erweitert

Das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt, und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN) hat bekannt gegeben, dass das Verfahren zur Erweiterung des Naturschutzgebiets „Pantener Moorweiher“ um 38 Hektar auf 186 Hektar abgeschlossen wurde.

Das Naturschutzgebiet „Pantener Moorweiher“ in der Schmelzwasserrinne des Stecknitz-Delvenau-Tals, in unmittelbarer Nähe zum Elbe-Lübeck-Kanal, umfasst unterschiedliche Lebensraumtypen wie den Pantener Moorweiher, Sandmagerrasen und Trockenrasen, Heideflächen sowie Waldränder und Übergangszonen. Dort bieten sich hervorragende Lebensbedingungen für Laubfrösche und Wechselkröten, Zauneidechsen und Große Heidelibelle. Seeadler und Weißstorch suchen hier ihre Nahrung. Die reichhaltige Flora umfasst seltene Pflanzen wie die Sand-Strohblume und den rot blühenden Lerchensporn.

Dazu erklärt Oliver Brandt, Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen aus dem Herzogtum Lauenburg:

„Die Erweiterung des Naturschutzgebiets ist ein weiterer Schritt zum Schutz unserer Naturlandschaft, die im Herzogtum Lauenburg besonders vielfaltig ist. Im Zuge der Biodiversitätsstrategie ist es das Ziel, weitere Flächen in Schleswig-Holstein unter Schutz zu stellen. Wir Grüne sind mit Naturschutzverbänden aus unserer Region im Austausch, um weitere schützenswerte Flächen dauerhaft für Naturschutz und Artenvielfalt zu sichern.“

Ziel der Landesbiodiversitätsstrategie ist es, 3,6 Prozent der Fläche Schleswig-Holsteins bis 2030 unter Schutz zu stellen. Der Anteil der Naturschutzgebiete an der Landesfläche liegt derzeit bei 3,3 Prozent, für das Ziel von 3,6 Prozent fehlen landesweit noch rund 4.000 Hektar zusätzliche Naturschutzgebiete.